Familiennachzug: Über wie viele Personen reden wir wirklich?

„Mit den geschätzten Zahlen der zu erwartenden Familienangehörigen wurde schon im Wahlkampf Panik gemacht: Millionen sollten es sein, zumindest aber so viele, dass Deutschland völlig überfordert wäre, sie alle aufzunehmen.

Aber wie viele wollen wirklich kommen?

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit hat eine wunderbar nüchterne Rechnung aufgemacht, bei der alle Annahmen offengelegt werden. Herausgekommen ist das Folgende:

Bis Ende 2017 werden voraussichtlich rund 600.000 volljährige Geflüchtete mit Schutzstatus in Deutschland leben. Rund 400.000 von ihnen werden als anerkannte Asylbewerber und Flüchtlinge nach der Genfer Flüchtlingskonvention das Recht auf den Nachzug ihrer Ehepartner und minderjährigen Kinder haben.

Weitere 200.000 haben überwiegend einen subsidiären Schutzstatus. Für sie wurde der Familiennachzug ausgesetzt, wenn sie seit April 2016 zugezogen sind.

Auf die anerkannten Asylbewerber und Geflüchteten werden bis Ende 2017 voraussichtlich 100.000 bis 120.000 Ehepartner und minderjährige Kinder im Ausland entfallen, die einen Anspruch auf Familiennachzug haben.

Würden zusätzlich Personen mit subsidiären Schutzstatus berücksichtigt, stiege die Zahl der nachzugsberechtigen Ehepartner und Kinder um 50.000 bis 60.000.

Die vergleichsweise geringen Zahlen für den Familiennachzug erklären sich daraus, dass viele Geflüchtete ledig sind und sich die Kinder und Ehepartner der Verheirateten bereits mehrheitlich in Deutschland befinden.“

(Dieser Beitrag ist ein Zitat aus dem Newsletter 23 vom 1. 11. 2017, mit Dank und Gruß an Save me Bonn)

Den vollständigen Artikel gibt es hier: https://www.iab-forum.de/familiennachzug-150-000-bis-180-000-ehepartner-...