Trauer um weitere Todesopfer im Mittelmeer - Humanitäre Aktion von „Jugend rettet“

Im neuen „Ankunftszentrum“ des Landes in der Ermekeilkaserne gibt es kaum Neuankömmlinge. Auch die zur kommunalen Erstaufnahme vorbereitete Gewerbehalle in Beuel-Ost wird noch nicht benötigt. Seit Wochen, sogar Monaten herrscht Ruhe, können Verwaltungen, Organisationen und Ehrenamtliche abarbeiten, was sich seit den Zeiten der massenhaften Ankunft angestaut hat an Problemen, Fragen, Vermittlung. Wir genießen die Schließung der Balkanroute und das fragwürdige Abkommen mit der Türkei. Selbst die aufstörenden Bilder aus Idomeini gibt es nicht mehr, seit auch diese Menschen von der Bildfläche verdrängt wurden. Eine Ruhe, die trügt!

Denn die Menschen lassen sich auf ihrem Weg aus Krieg, Elend und Gewalt nicht stoppen. Ihr Weg der Migration wird jetzt weiter, länger, teurer und gefährlicher. Es war zu erwarten, dass die Bootsfahrten von Nordafrika nach Italien oder Spanien über das Mittelmeer zunehmen würden. Bitteres Zeugnis davon legen die Meldungen über viele Hundert Tote, die in den letzten Wochen im Mittelmeer ertranken.

Die Bootsflüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten, gibt es verschiedene humanitäre Aktionen auch von Deutschland aus (z. B. Jugend rettet https://jugendrettet.org/, Sea Watch http://sea-watch.org/, Mittelmeerschleifen zugunsten der Alarm-Phone-Initiative, die eine Hotline für Flüchtlinge in Seenot eingerichtet hat http://www.watchthemed.net/ ). Sie verdienen Unterstützung, sie tun etwas, aber das kann nicht ausreichen. Das Einzige, was wirklich das Leben der Zuwandernden sichert, ist das Öffnen der legalen Wege nach Europa.

„Jugend rettet“ teilt uns mit: Mit Hilfe der Spenden konnte ein Schiff gekauft werden, gegenwärtig wird es in Deutschland renoviert und ertüchtigt, um bald zwischen Italien und Libyen zu kreuzen. Weitere Spenden sind für den laufenden Unterhalt der Mission erwünscht. Auch die Meldung von Freiwilligen ist willkommen. Kontakt in Bonn: annab@jugendrettet.org