Straffreiheit an den europäischen Seegrenzen? Strategien gegen die menschenrechtliche Katastrophe

Dienstag, 16. April 2019 - 19:00

Vortrag von Jens Dieckmann, Rechtsanwalt Bonn und Diskussion

Aus rechtlicher Perspektive wird eine Bestandsaufnahme der Situation Geflüchteter an Europas Seegrenzen versucht, um von diesem Ausgangspunkt darüber nachzudenken, was man gegen die menschenrechtliche Katastrophe auf dem Mittelmeer tun kann. Der Vortrag möchte informieren und gleichzeitig Argumente an die Hand geben. Dazu sollen folgende Fragen aufgegriffen und diskutiert werden: Wie ist die aktuelle Situation der Geflüchteten auf dem Mittelmeer? Welche allgemeinen Regeln des See- und Völkerrechts gelten für die Seenotrettung im Mittelmeer? Welchen individuellen menschen-, flüchtlings- und völkerrechtlichen Schutz genießen Geflüchtete auf Hoher See? Wie ist dieser Schutz rechtlich durchsetzbar? Welche strafrechtlichen Regeln gelten für Seenotretter? Machen sich Staaten bzw. staatliche Akteure nach den Regeln des Völkerstrafrechts strafbar, wenn sie Seenotrettung aktiv vereiteln oder untätig bleiben?
Jens Dieckmann ist Anwalt für Asylrecht und internationales Strafrecht in Bonn.

Ort: alte VHS, Kasernenstraße 50, großer Veranstaltungsraum im EG (leider nicht barrierefrei. Wir sind unter bonn@seebruecke.org erreichbar, sofern jemand Hilfe benötigt, um ins Haus zu kommen.)

im Rahmen der Veranstaltungsreihe Rettung unerwünscht!? der Seebrücke Bonn

 

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nein