22.01.2026 Zuletzt monatlich machte Innenminister Dobrindt mit Zahlen vermehrter Abschiebungen auf die Erfolge seiner "Migrationswende" aufmerksam. Jetzt gibt es die Zahlen für das ganze zurückliegende Jahr.
Gleichzeitig werden einzelne Abschiebungen nach Syrien bekannt gemacht. Es sind einzelne Menschen, die aus der Gefängnishaft per Linienflug nach Syrien verbracht wurden. So sichert Dobrindt sich die regelmäßig Aufmerksamkeit für die "Abschiebeoffensive".
Abschiebungen als Garant für Wahlerfolge? Vornehmlich aus Bundesländern, die vor Wahlen stehen, kommen ebenfalls Nachrichten über Abschiebungen, obwohl diese kein wirkliches Thema der Landespolitik sind, z. B. aus Baden-Württemberg (SWR 21.01.2026 Rund ein Drittel mehr als 2024 BW schiebt erstmals über 1.000 ausländische Straftäter ab Die CDU im Bund und BW hat eine Abschiebeoffensive versprochen. Vor allem Straftäter sollen das Land rasch verlassen. Und in der Tat: Die Zahlen steigen...)
- Pressemitteilung BMI 21.01.2026 Weitere Abschiebung nach Syrien
Heute ist ein weiterer ausreisepflichtiger syrischer Straftäter nach Syrien abgeschoben worden. Die Rückführung erfolgte per Linienflug nach Damaskus. Der Mann war in Deutschland mehrfach straffällig und rechtskräftig verurteilt.
Möglich wurde dies durch Gespräche des Bundesinnenministeriums mit der syrischen Seite.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt erklärt:
"Rückführungen von Straftätern müssen konsequent durchgeführt werden: Das sorgt für Ordnung, Orientierung und mehr Sicherheit."
Das Bundesinnenministerium setzt damit einen zentralen Auftrag aus dem Koalitionsvertrag um.
- Zeit 22.01.2026 Migrationspolitik: Bundesinnenministerium meldet mehr Abschiebungen für das Jahr 2025
Nach Angaben des Bundesinnenministeriums nahm die Zahl der Abschiebungen aus Deutschland zuletzt zu. Alexander Dobrindt sieht sich in seiner "Migrationswende" bestärkt.
Die Zahl der Abschiebungen aus Deutschland ist im vergangenen Jahr gestiegen. Das teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. Während es 2024 noch 20.084 Abschiebungen gegeben habe, seien es im vergangenen Jahr 22.787 gewesen. Das entspricht einem Anstieg von knapp 14 Prozent.
Zuvor hatte Die Welt über eine Zunahme der Abschiebungen aus Deutschland berichtet. Der Zeitung sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt: "Die Migrationswende wirkt."
Vier Abschiebungen von syrischen Straftätern seit Dezember
Union und SPD hatten sich in ihrem Koalitionsvertrag das Ziel gesetzt, die Zahl der Abschiebungen deutlich zu steigern. Zudem sollten Abschiebehäftlinge keinen Rechtsbeistand mehr erhalten. Auch nach Afghanistan und Syrien sollte abgeschoben werden. Seit Dezember vergangenen Jahres gab es vier Abschiebungen von syrischen Straftätern in das Land.
Nach Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien 2011 waren Abschiebungen nach Syrien ausgesetzt worden. Im Dezember 2024 wurde Präsident Baschar al-Assad gestürzt. Die CSU erklärte Anfang Januar in einem Beschlusspapier, für die meisten Syrer mit vorübergehendem Bleiberecht entfalle mit Ende des Bürgerkriegs der Schutzgrund. 2026 müsse es deshalb eine Abschiebeoffensive geben. Die humanitäre Situation im Land, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung an die Linksfraktion, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, sei schlecht.