alle Termine im Überblick

Im Kalender finden Sie Informationsveranstaltungen und Treffen, Aktionen, Demonstrationen, Feste, Theateraufführungen, Lesungen usw. rund um die Themen Flucht, Migration, Asyl und interkulturelle Gesellschaft in Bonn. Wöchentlich wiederkehrende offene Angebote finden sich unter mitmachen.

Wollen Sie einen flüchtlingspolitischen Termin bekanntgeben? Dann schicken Sie bitte eine Mail an termine@weltoffen-bonn.de

Listenansicht | Kalenderansicht

29.03.2019 - Forum Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe
16:30 Uhr

Erneut lädt die Stabsstelle Integration der Stadt Bonn ein zum Forum Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe, dieses Mal wieder im Alten Rathaus am Markt!

Bürgermeister Limbach wird um 16.30 Uhr begrüßen. Themen in den Informations- und Diskussionsrunden werden unter anderem sein: „Asylverfahren, Familiennachzug, Mitwirkungspflichten, Wohnsitzauflage – aktueller Stand und neue Entwicklungen“ und „Flüchtlingsunterbringung und Wohnungssuche  - Stand der Dinge“ sowie weitere.

Das Forum Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe wendet sich an Ehrenamtliche aus der Flüchtlingshilfe von Gemeinden, Initiativen, Vereinen, Projekten und an Hauptamtliche aus der Integrations- und Flüchtlingsarbeit von Organisationen, Institutionen und Vereinen. Auch Bürgerinnen und Bürger, die sich neu in der Bonner Flüchtlingshilfe engagieren möchten, sind herzlich eingeladen!

 

Programm:

16.00 Uhr

Ankommen, Kaffee, Tee

Anmelden für die Informations- und Diskussionsrunden

Infostand für neue Ehrenamtliche!

 

16.30 Uhr

Begrüßung

Reinhard Limbach, Bürgermeister der Stadt Bonn

Coletta Manemann, Integrationsbeauftragte der Stadt Bonn

 

17.00 – 19.00 Uhr

Informations- und Diskussionsrunden zu vier Themen:

1.  Asylverfahren, Familiennachzug, Mitwirkungspflichten, Wohnsitzauflage – aktueller Stand und neue Entwicklungen
Michael Wald, Ausländeramt der Stadt Bonn
Lothar Strunk, Flüchtlingsberatungsstelle DRK Bonn, Jens Dieckmann, Rechtsanwalt, Bonn

2. Flüchtlingsunterbringung und Wohnungssuche  - Stand der Dinge
Bettina Ueding, Amt für Soziales und Wohnen der Stadt Bonn
Nils Reinartz, Amt für Soziales und Wohnen der Stadt Bonn, NN, Mieterbund Bonn, Maria Jabari, Haus Mondial des Caritasverbandes Bonn

3. Leistungen für Flüchtlinge: Was gibt es, wer ist zuständig, wer berät?

NN, Amt für Soziales und Wohnen der Stadt Bonn, Susanne Seifert, Jobcenter, Beyza Misir, Haus Mondial des Caritasverbandes Bonn

4. Geflüchtete Frauen: Unterstützung für Schwangere und Mütter, Hilfe bei Gewalt
Anja Henkel, Familienkreis e.V., Projekt Newcomer, Shoreh Ghavidel, Pro Familia, Beratungsstelle Bonn, Frauen helfen Frauen e.V. Bonn (angefragt)

       

19.00 Uhr

Austausch & Imbiss

Infostand für neue Ehrenamtliche!

 

20.00 Uhr

Ende der Veranstaltung

 

Das Forum „Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe in Bonn“ ist eine Veranstaltung der Stabsstelle Integration der Stadt Bonn. Sie wendet sich an Ehrenamtliche aus der Flüchtlingshilfe von Gemeinden, Initiativen, Vereinen, Projekten und an Hauptamtliche aus der Integrations- und Flüchtlingsarbeit von Organisationen, Institutionen und Vereinen. Auch Bürgerinnen und Bürger, die sich neu in der Bonner Flüchtlinsghilfe engagieren möchten, sind herzlich eingeladen!

Die Veranstaltung findet statt im Alten Rathaus, Eingang Marktplatz. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Verbindliche Anmeldung bis zum 25.03.2019 an:

Stadt Bonn, Stabsstelle Integration

E-Mail: integrationsbeauftragte@bonn.de, Telefon: 0228 - 77 31 01, Fax: 0228 - 77 32 15

Es werden keine Anmeldebestätigungen versandt.

Für Ihre Teilnahme an einer der vier Informations- und Diskussionsrunden können Sie sich am Veranstaltungstag ab 16 Uhr eintragen.

29.03.2019 - "Und die Vögel werden singen" - Benefizkonzert mit Aeham Ahmad, Pianist aus den Trümmern von Aleppo
20:00 Uhr

02.04.2019 - Menschen in Todesgefahr im Mittelmeer - Menschenrecht auf Seenotrettung
19:00 Uhr

Informationsveranstaltung und Gespräch mit Pia Klemp, anschließend Diskussion

Begrüßung: Dr. Hidir Celik

Moderation: Pfr. Dirk Voos

 

Migrapolis - Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16 - 18, 53119 Bonn

Es laden ein:

Veranstalter EMFA/Integrationsagentur

mit Untersützung von Bonner flüchtlingspolitisches Forum weltoffen, Sea-Eye Hochschulgruppe Bonn, Seebrücke Bonn, Flüchtlingshilfe Bonn e.V., Netzwerk-AK "Menschen ohne Papiere"

13.04.2019 - EWIG ANDERS - Lesung und Gespräch mit Marvin Oppong
20:00 Uhr

Buchladen Le Sabot, Breite Str. 76, Bonn

Deutschland hat ein Problem mit Alltagsrassismus. Diesem Umstand geht Marvin Oppong auf den Grund und betreibt Ursachenforschung: In schonungslosen Gesprächen und Begegnungen testet er die deutsche Gesellschaft und fragt, wie sich das politische Klima nach Ereignissen wie dem 11. September 2001, der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof 2015/16 oder der Özil- und #MeTwo-Debatte verändert hat.

Der freie Journalist weiß, wovon er schreibt: Er ist in Deutschland als Schwarzer geboren. Und so legt Marvin Oppong den Finger direkt in die Wunde, wenn er die Mechanismen von alltäglicher und institutioneller Diskriminierung anhand persönlich erlebter Situationen beschreibt. Oppong gibt zahlreiche Diskussionsanstöße und stellt klare politische Forderungen auf. Geschrieben für Menschen jeder Hautfarbe, aufklärend, analysestark, aber nicht ohne den nötigen Humor.

Veranstaltet vom Verein zur Förderung politischer Bildung & Kultur e.V. und Arbeitskreis für studentische Kultur & Politik, gefördert vom Kulturreferat des AStA der Uni Bonn.

Eintritt frei.

Eine Leseprobe aus dem Buch gibt es hier: http://dietz-verlag.de/downloads/leseproben/0542.pdf

 

20.04.2019 - Ostermarsch und Kundgebung: Für ein friedliches, atomwaffenfreies und solidarisches Europa!
14:00 Uhr

Zum 6. Mal in Folge lädt das Mitsingensemble "Hand in Hand" ein, an den Ostertagen für Frieden auf die Straße zu gehen. Der Einsatz friedensengagierter Menschen war immer aktuell und erscheint nach der Aufkündigung des INF-Vertrages dringender denn je.

Nach dem großen Zuspruch mit mehr als 500 Teilnehmer*innen im vergangenen Jahr gibt es für 2019 Veränderungen bei Termin und Ablauf:

Ostersamstag, 20. April

14 Uhr, ab Beueler Rheinufer:            ab 14:30 Uhr auf dem Friedensplatz   

Ostermarsch mit Gesang                  Friedensfest mit Information und Ständen

                        V                                      V

                     ab 15:30 Uhr auf dem Friedensplatz

                     Kundgebung mit Reden und Musik

Für ein friedliches, atomwaffenfreies und solidarisches Europa!

Seit 1945 gab es keine Kriege der zur Europäischen Union bzw. ihrer Vorläuferorganisationen (EG, EWG) gehörenden Staaten untereinander. Dies ist angesichts der Erfahrungen und Leiden insbesondere während des 1. und 2. Weltkriegs ein unschätzbarer Vorteil.
Doch wer glaubt Europa wäre ein friedlicher Erdteil, der vergisst die Kriege und Konflikte außerhalb und innerhalb des europäischen Kontinents, bei denen die Staaten der EU ihre Hände mit im Spiel hatten. So kämpften und töteten ihre Armeen nach 1945 z.B. in Ägypten, Afghanistan, Albanien, Algerien, Bosnien-Herzegowina, Irak, Kongo, Korea, Kosovo, Kuwait, Libanon, Libyen, Madagaskar, Mali, Marokko, Mazedonien, Mosambik, Namibia, Oman, Osttimor, Ruanda, Serbien, Somalia, Sudan, Syrien, Tunesien und der Zentralafrika-nischen Republik.
Inzwischen ist auch die EU selbst Beteiligte an Kriegen, so im Rahmen der Aktion „Artemis“ in der „Demokratischen Republik Kongo“ oder im Rahmen „EUFOR RCA Bangui“ in Zentral-afrika. Hinzu kommen militärische Einsätze vor der Küste Somalias, im Kosovo, in Afghanistan und in Mali.
Die EU-Außenpolitik hat zunehmend ihren zivilen Charakter verloren hat. In den europä-ischen Verträgen ist die EU-Militarisierung festgeschrieben. In Artikel 42 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) steht: „Die Mitgliedstaaten verpflichten sich, ihre militärischen Fähigkeiten schrittweise zu verbessern." Was damit gemeint ist, zeigt Protokoll 10 des Vertrages. Die EU ist bereit, Truppen in EU-Kriegseinsätze zu schicken, sich an den wichtigsten EU-Rüstungsvorhaben zu beteiligen sowie militärische Eingreiftruppen aufzustellen.
Am 19.11.2018 stimmten die Außen- und Verteidigungsminister 17 neuen Projekten für die Ständige Strukturierte Zusammenarbeit (Pesco) zu. Darunter sind solche zur Entwicklung neuer Waffensysteme und der Aufbau einer Fortbildungseinrichtung für Geheimagenten. „Es sind Schritte auf dem Weg zu einer Armee der Europäer“, kommentierte Verteidigungsministerin von der Leyen
In vielen Ländern Europas, auch in der Bundesrepublik, stehen nach wie vor viele Atomwaffen zum Einsatz bereit. Doch nicht genug mit diesem Wahnsinn, die atomare Aufrüstung in Europa soll nun erneut vorangetrieben werden. So kündigten zuerst die USA mit Zustimmung der anderen NATO-Staaten, dann Russland den INF-Vertrag auf. Dieser verbietet Mittelstreckenraketen, die atomare Sprengkörper tragen können (wenn auch leider nur landgestützte). Der INF Vertrag kam 1987, auch unter Druck der Friedensbewegung, zustande. Durch ihn konnten fast 3.000 Atomraketen abgerüstet und zerstört werden. Jetzt drohen ein neues Wettrüsten und die Stationierung von atomaren Mittelstreckenraketen in Europa, insbesondere in Deutschland. Damit steigt auch wieder die Gefahr eines Atomkrieges. Statt die Argumentation der Trump-Regierung nachzubeten, sollte die Bundesregierung sich in den Verhandlungen zur Fortsetzung des INF-Vertrages um ein verlässliches Inspektionsregime aller Mittelstreckenraketen bemühen. Alle EU-Staaten, insbesondere auch die Bundesrepublik müssen endlich dem Atomwaffenverbotsvertrag der Uno beitreten, wie bereits 122 andere Staaten.
Aus dem „friedlichen“ Europa werden zudem weltweit kriegerische Auseinandersetzungen angefeuert - mit immer mehr Waffen europäischer Produktion. Die EU ist der zweitgrößte Waffenlieferant weltweit – nach den USA (34 %) und vor Russland (22 %). Im Jahr 2016 gingen 40,5% der Waffenexporte in Länder des Nahen Ostens und Nordafrikas. Dahinter verbergen sich Krieg, Elend und Tod.
So waren es deutsche Panzer, mit denen die türkische Armee im letzten Jahr das kurdische Afrin besetzte und nun eine Intervention in die u.a. von Kurden selbstverwalteten Gebiete im Norden Syriens vorbereitet. Seit dem Jahr 2004 haben EU-Staaten alleine an das Regime in Saudi-Arabien, das im Jemen einen gnadenlosen Krieg führt, Rüstungsgüter im Wert von rund 57 Milliarden Euro exportiert. Mit deutschen Waffen werden die Lieferungen für die hungernde Bevölkerung des Jemen verhindert. Wenn Menschen auf dieser Welt durch Waffen sterben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Todesursache eine europäische Waffe ist.
Eng verbunden mit den Waffenexporten ist eine Politik, die die ungleiche Verteilung der Wirtschaftsgüter auf der Welt zementieren möchte. Billige Rohstoffe und Absatzgebiete sollen gesichert werden. Mit Waffenlieferungen an Erdölstaaten soll die ständige Lieferung von Öl und Gas garantiert werden, mit denen dann die Umwelt zerstört wird und deren Folgen möglichst auf die armen Staaten abgeladen werden sollen.
Einher geht damit eine Abschottung Europas u.a. durch die europäische Grenzschutzagentur Frontex, gegen diejenigen, die auf Grund von Kriegen (auch mit europäischen Waffen), Umweltzerstörung (auch durch die europäischen Staaten) und Armut (an der europäische Staaten eine große Mitschuld haben) gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. Das Mittelmeer wurde dadurch zu einem Massengrab. Mehr als 2200 Frauen, Männer und Kinder sind nach UN-Angaben allein im vergangenen Jahr im Mittelmeer auf der Flucht gestorben.
Dem Wahnsinn von internationalen Kriegseinsätzen, der Militarisierung der Europäischen Union, den Waffenexporten und einer Politik, die Flüchtlinge, aber nicht die Fluchtursachen bekämpft, setzen wir die Forderung entgegen nach einem friedlichen, atomwaffenfreien und solidarischen Europa, das keine Bedrohung für andere Länder ist.
Wir fordern ein Deutschland und Europa
• ohne Waffenexporte und Militäreinsätze,
• ohne Atomwaffen, ohne Stationierung von Mittelstreckenraketen,
• die die Fluchtursachen Krieg, Armut und Umweltzerstörung ernsthaft bekämpfen.
Wir haben genug von Lippenbekenntnissen und Sonntagsreden. Wir fordern die Rückkehr zur Entspannungspolitik.

 

meinem Kalender hinzufügen