alle Termine im Überblick

Im Kalender finden Sie Informationsveranstaltungen und Treffen, Aktionen, Demonstrationen, Feste, Theateraufführungen, Lesungen usw. rund um die Themen Flucht, Migration, Asyl und interkulturelle Gesellschaft in Bonn. Wöchentlich wiederkehrende offene Angebote finden sich unter mitmachen.

Wollen Sie einen flüchtlingspolitischen Termin bekanntgeben? Dann schicken Sie bitte eine Mail an termine@weltoffen-bonn.de

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20.05.2019 - Vortrag: Mitbestimmung Geflüchteter in Sammelunterkünften
19:00 Uhr

Vortrag von Benjamin Kowitzke und Mina Mikhail

Demokratie beginnt nicht erst beim Wahlrecht, sondern erfordert Teilhabe und Mitgestaltung auch im täglichen Leben. Dies fängt an beim Erfahrungsaustausch Geflüchteter untereinander und der eigenverantwortlichen Übernahme von Aufgaben und Pflichten in den Unterkünften. Es führt über die Teilnahme in elterlichen Mitbestimmungsgremien in Kitas und Schulen bis hin zu einer organisierten Interessenvertretung Geflüchteter in der Kommunalpolitik.
Durch das Modellprojekt „Mitwirken – Mitbestimmung und EIgenverantwortung der Geflüchteten“ wird in kommunalen Sammelunterkünften selbstbestimmtes Zusammenwirken der Geflüchteten erprobt und typische Problemfelder der Sammelunterbringung angegangen. Im Zentrum steht der regelmäßige Austausch der Bewohnerinnen und Bewohner, um z.B. mögliche Konflikte frühzeitig zu erkennen und zu regeln. Zudem sorgt eine kontinuierliche Kommunikation zwischen Geflüchteten und den beteiligten Ämtern sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern für unbürokratische Lösungen konkreter Herausforderungen.

Die Projektmitarbeiter Benjamin Kowitzke und Mina Mikhail berichten über ihre Erfahrungen bei der Etablierung von Mitbestimmungsgremien von Bewohner*innen kommunaler Sammelunterkünfte für Geflüchtete.

Der Vortrag findet in Kooperation mit der Otto Benecke Stiftung e.V. statt.

Ort: Hörsaal 17, Institut für Anglistik, Regina-Pacis-Weg 5

Im Rahmen des festival contre le racisme

Ausschluss rechter Personen:
Die Veranstalter*innen behalten sich vor, Personen, die extrem rechten und/oder rassistischen Parteien, Organisationen oder Szenen angehören bzw. bereits in der Vergangenheit durch rassistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen oder Handlungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

23.05.2019 - Die Wälder im Maghreb - Wandel durch Klima und Politik
18:00 Uhr

Eine Einladung der Deutsch-Maghrebibischen Gesellschaft:

In Deutschland wird angesichts des rapiden nicht mehr zu leugnenden Klimawandel vermehrt über den Themenbereich Klimawandel und Wälder diskutiert. Für die DMaG-Freunde wird daher die Frage der Auswirkungen des Klimawandels auf die Region in Nordafrika ebenfalls von Interesse sein. Wir freuen uns deshalb Sie wieder zu einer Vortrags-Veranstaltung der DMaG mit aktuellem Thema in Zusammenarbeit mit der VHS einladen zu können.

Die Wälder im Maghreb  - Wandel durch Klima und Politik

Die Wälder des Maghreb befinden sich im Umbruch - Landflucht und Umstrukturierungen des ländlichen Raumes verändern ihre Nutzung und ihre Gestalt. Klimaveränderungen sind bereits spürbar und bedrohen Arten und Ökosysteme. Zugleich ist es die Politik, die einen starken Einfluss hat: Seit 2010 versuchen neu gegründete Organisationen, in denen die EU und Entwicklungsorganisationen eine zentrale Rolle spielen, mediterrane Wälder zu schützen und auf den Klimawandel vorzubereiten - ein Ansatz, der in der Praxis jedoch oft bestehende Ungleichheit verstärkt und koloniale Muster fortsetzt.

Die Deutsch-Maghrebinische Gesellschaft möchte mit diesem Vortrag etwas mehr Klarheit in die Diskussion über die aktuellen Klima-Entwicklungen in Nordafrika bringen.

Unsere Referentin, Juliane Schumacher ist Journalistin und freie Autorin. Derzeit schreibt sie ihre Doktorarbeit zur Wald- und Klimapolitik im südlichen Mittelmeerraum.

Sie ist Mitglied der Arbeitsgruppe "Politics of Resources" am Zentrum Moderner Orient (ZMO), Berlin.

Referentin:     Juliane Schumacher    (Zentrum Moderner Orient (ZMO), Berlin)

Termin:          Donnerstag, 23.05.2019 18:00 Uhr

Ort:                VHS-Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1,
                        

Eintritt frei

 

 

24.05.2019 - Autorenlesung mit Diskussion: „Liebe Rana, lieber Achmed“ – Briefe über Deutschland
18:00 Uhr

im MIGRApolis-Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn

Eine Veranstaltung im Rahmen der bundesweiten „Woche der Sprache und des Lesens“  vom 18. - 26. Mai 2019 unter der Schirmherrschaft von Elke Büdenbender, Ehefrau des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier (https://dialog-aufbruch.de/events)

Rana und Achmed, ein syrisches Ehepaar, bereiten sich auf den Einbürgerungstest vor, in dem Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland nachgewiesen werden müssen. Das weckt ihr Interesse, mehr über die Demokratie, ihre Institutionen und Akteure zu erfahren. Ihr ehemaliger Nachbar, der Bonner Autor Ortlieb Fliedner,  schildert ihnen daraufhin in einer Reihe von Briefen die wichtigsten Aspekte und Hintergründe unserer Demokratie.

Ihnen die Stärken, Schwächen und Gefährdungen unserer Demokratie darzustellen und sie zu ermutigen, sich als deutsche Staatsbürger für unsere Demokratie zu engagieren, damit sie stabil und lebenswert bleibt, ist sein Anliegen als ehemaliger Bürgermeister der Stadt Marl.

Zur Lesung aus dem Buch „Liebe Rana, lieber Achmed“ sind alle eingeladen, die sich einbürgern lassen möchten, und auch diejenigen, die sie dabei unterstützen und begleiten, ob Verwandte, Freunde oder Nachbarn, aber auch Haupt- und Ehrenamtliche aus der Integrations- und Flüchtlingsarbeit, die ebenfalls häufig Fragen zur Einbürgerung beantworten und diskutieren.  Auch wer sich ganz unabhängig vom Thema Einbürgerung mit demokratischen Fragestellungen beschäftigt und verständliche Antworten sucht, ist herzlich eingeladen.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit der Stabsstelle Integration der Stadt Bonn mit der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit (EMFA) Bonn und dem Autor Ortlieb Fliedner statt.

28.05.2019 - Informationsabend für mögliche TraumahelferInnen für Kinder von Geflüchteten
19:30 Uhr

Psychotherapeutinnen suchen TraumahelferInnen für Kinder von Geflüchteten
Informationsabend für mögliche Traumahelfer
Dienstag, 28.5., 19.30
Ort: Vielinbusch - Bildungs- und Familienzentrum, Oppelner Straße 130, 53119 Bonn

Worum geht es?
Wir sind zwei erfahrene Kinder- und Jugendlichenpsychotherpeutinnen und wollen mit der Carl-Schurz-Grundschule in Bonn-Tannenbusch ein Projekt durchführen, das es Kindern ermöglichen soll, traumatische Erfahrungen besser zu verarbeiten. Damit sollen psychische Belastungen abgebaut werden, die die Kinder beunruhigen und zu Einstellungen und Verhaltensweisen führen, mit denen sie sich und anderen schaden. Das Ziel ist also eine psychische Entlastung der Kinder, die es Ihnen ermöglicht, ihre sozial-emotionalen wie auch ihre kognitiven Möglichkeiten besser auszuschöpfen.
Sandarbeit als Traumahilfe
So sieht es aus: 10 Kinder kommen einmal wöchentlich 10 - 12mal zusammen in einen Raum, in dem 10 Sandkästen auf Tischen stehen, dazu Kästen mit verschiedenem Spielmaterial. Jedem Kind ist ein(e) Traumahelfer(in) zu geordnet. Nach einem Eingangsritual, das Sicherheit und Geborgenheit in der Gruppe fördern soll, gehen die Kinder mit ihrer jeweiligen Bezugsperson zu Ihrem Sandkasten. Sie kennen zwar den Grund, warum sie von den Lehrern für dieses Projekt ausgewählt worden sind, sind aber vollkommen frei in ihrem Spiel mit dem Sand. Dieses dauert etwa 40 Minuten und wird durch ein Abschlussritual beendet.
Der/die Traumahelfer/in hat die Aufgabe, das Spiel des Kindes vor Störungen zu schützen und das Kind emotional zu begleiten. Dieser Erwachsene muss in der Lage sein, unerträgliche Gefühle des Kindes aufzunehmen, getragen von der Zuversicht, dass diese vom Kind überwunden werden können. Denn was bei schweren Belastungen hilft, ist das Erleben emotionaler Resonanz und Geborgenheit.
Das Ergebnis: Die seelische Entlastung des Kindes ist in aller Regel an der allmählichen Veränderung der gestalteten Sandbilder zu erkennen. Chaotische, brutale oder sehr karge Bilder verändern sich zu lebendigen und geordneten Bildern, die wieder Lebensfreude und Zuversicht vermitteln. Lehrer berichten davon, dass die Kinder zum Teil ruhiger und konzentrierter geworden sind und in aller Regel emotional ansprechbarer.
Bisherige Erfahrungen
Unser Konzept entlehnt sich der Methode der Psychoanalytikerin Eva Pattis Zoja ( Ihr Buch: Expressive Sandarbeit, Psychosozialverlag), die in vielen Krisengebieten der Welt damit gearbeitet hat. In Deutschland ist ein ähnliches Konzept vor allem durch Prof. Löw entwickelt und verbreitet worden, der die Arbeit damit auch wissenschaftlich begleitet (siehe auch: www.gewiss-ev).
In Königswinter führen KollegInnen dieses Projekt in einer Grundschule zum zweiten Mal durch, mit sehr positiver Resonanz der Lehrer und der Schulleitung.
Besondere Freude machte dort die Arbeit den TraumahelferInnen. Sie fühlten sich nach dem ersten Durchgang so bereichert, dass Sie auf jeden Fall weitermachen wollten.
Und jetzt ganz konkret
Das Projekt selbst findet in der Zeit nach den Sommerferien bis kurz vor Weihnachten (Herbstferien ausgeschlossen) bis Mitte Dezember statt. Vorgesehen ist jeweils der Montagvormittag.
Die Vorbereitung auf Ihre Rolle soll an zwei Samstagen stattfinden, und zwar am 29. Juni und am 6.Juli. Hier werden wir Sie über mögliche traumatische Erlebnisse von Kindern von Geflüchteten und deren Verarbeitung informieren. Wir werden aber auch Selbsterfahrungsmöglichkeiten am Sandkasten in den verschiedenen Rollen anbieten.

Wenn Sie sich vorstellen können, sich an diesem Projekt als TraumahelferIn zu beteiligen, laden
wir Sie herzlich zu der oben genannten Veranstaltung an. Dort können wir uns kennenlernen und
offene Fragen klären.
Annette Röseler und Angela Schuh (praxis.angela.schuh@gmail.com)

28.05.2019 - Filmvorführung „Styx“ mit anschließender Diskussion
20:00 Uhr

28.05.2019, 20.00 Uhr, WOKI

Wolfgang Fischers Drama STYX mit Susanne Wolff erzählt auf eindringliche Art von einer starken Frau, die allein auf hoher See einem kenternden Boot mit Flüchtenden begegnet – und nun die schwierigste Entscheidung ihres Lebens treffen muss.

Im Anschluss an den Film stehen Mitglieder von Jugend Rettet e.V. und Sea-Eye e.V. für Fragen zur Verfügung.

im Rahmen der Veranstaltungsreihe Rettung unerwünscht!? der Seebrücke Bonn

05.06.2019 - Podiumsdiskussion: Kommunale Flüchtlingsaufnahme in Zeiten geschlossener Häfen
19:30 Uhr

Mit:
- Berivan Yilmaz (MdL, Bündnis 90/DIE GRÜNEN)
- Holger Schmidt (Die Linke)
- Jean Antar oder Birgitta Kraus (AK Integration, CDU-Kreisverband Bonn)
- Solidarity Cities Köln
- Pia Klemp (Jugend Rettet e.V.)

Angefragt:
- Coletta Manemann, Integrationsbeauftrage der Stadt Bonn
- Bernhard "Felix" von Grünberg (SPD)

Ort: Universität Bonn, Hörsaal XVII, Regina-Pacis-Weg 5

im Rahmen der Veranstaltungsreihe Rettung unerwünscht!? der Seebrücke Bonn

23.06.2019 - Youtopia - Eine Überlebensperformance
20:00 Uhr
im Theater im Ballsaal
 
Das Theaterprojekt YOUTOPIA bringt junge Menschen zwischen 18 und 26 Jahren unterschiedlicher Herkunft, Weltanschauung, Hautfarbe, Konfession und mit unterschiedlichen körperlichen und geistigen Voraussetzungen sowie professionelle Schauspieler*innen und Tänzer*innen zusammen.

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