Termine

Termine

Im Kalender finden Sie Informationsveranstaltungen und Treffen, Aktionen, Demonstrationen, Feste, Theateraufführungen, Lesungen usw. rund um die Themen Flucht, Migration, Asyl und interkulturelle Gesellschaft in Bonn.

Wollen Sie einen flüchtlingspolitischen Termin bekanntgeben? Dann schicken Sie bitte eine Mail an termine@weltoffen-bonn.de

11
Juni

Online-Input und -Austausch: Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen [o. V.]

17:30 – 19:00 Uhr

Während des dreijährigen Bezugs von sog. Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) ist die Gesundheitsversorgung von Schutzsuchenden stark eingeschränkt. Für die Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen muss i. d. R. jeweils erst ein Behandlungsschein beim örtlichen Sozialamt beantragt werden. Viele Ehrenamtliche unterstützen geflüchtete Menschen in dieser Situation, bieten Orientierung im Gesundheitssystem und begleiten z. B. zu Terminen bei Ärztinnen.

Im Anschluss an einen kurzen Input zur Gesundheitsversorgung Asylsuchender und Geduldeter möchten wir uns mit Ihnen u. a. zu folgenden Fragen austauschen: Zu welchen Herausforderungen kommt es bei der praktischen Unterstützung im Gesundheitsbereich? Wie verhalten sich die Behörden bei der Gewährung von Gesundheitsleistungen? Inwiefern kann etwa die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte für Schutzsuchende (eGK), die bereits in einigen Kommunen NRWs genutzt wird, die Versorgungssituation verbessern?

Anmeldung bitte bis zum 09.06.2026 unter ehrenamt2(at)frnrw.de

 

16
Juni

Online-Austausch: Ehrenamtliche Lernförderung für geflüchtete Schülerinnen [m. V.]

17:30 – 19:00 Uhr

Schulische Bildung ebnet den Weg zur nachhaltigen Integration und gesellschaftlichen Teilhabe. Sprachliche Barrieren, ungeeignete Lernumgebungen und eine fehlende Ausstattung erschweren geflüchteten Schülerinnen aber häufig das Lernen. Um diesen Missständen entgegenzuwirken, bieten viele Flüchtlingsinitiativen individuelle Nachhilfe oder eine offene Hausaufgabenbetreuung an.

Deshalb laden wir alle, die geflüchtete Kinder ehrenamtlich auf ihrem Bildungsweg unterstützen möchten, zum Erfahrungsaustausch ein: Welche Bedarfe haben die Schülerinnen aktuell und wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Ehrenamtlichen? Welche Formen der ehrenamtlichen Lernförderung gibt es?

Der Verein “Wir in Wetter” ("Lernbahnhof") wird Einblicke in seine praktische Arbeit geben sowie von konkreten Ansätzen und Erfahrungen vor Ort berichten.

Anmeldung bitte bis zum 14.06.2026 unter initiativen(at)frnrw.de

20
Juni

Aktion zum Weltflüchtlingstag "Beim Namen nennen"

Treffen

11 bis 14 Uhr in und vor der St. Remigiuskirche, Brüdergasse 8, Bonn

Programm in der Kirche:

Von 11 bis 14 Uhr gedenken wir der Menschen, die auf Fluchtrouten ums Leben gekommen sind. Wir tun dies durch:

Verlesen von Namen

Verlesen von persönlichen Geschichten

Gebete und Gedichte

Musik

Es gibt die Möglichkeit Kerzen zu entzünden.

Vor der Kirche gibt es Informationen durch Engagierte der Bonner Seebrücke. Es stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der evangelischen und katholischen Flüchtlingsinitiativen für Fragen und Gespräch zur Verfügung.

 

Flüchtlingstag 2026 Beim Namen nennen

Menschen flüchten vor Krieg, Vertreibung und Unterdrückung
Menschen müssen ihre Heimat verlassen, weil dort Krieg herrscht, es gewaltsame Konflikte gibt, sie verfolgt werden oder sie allgemein unter lebensbedrohlichen Bedingungen leben. Aktuell sind ca. 122 Millionen Menschen auf der Flucht. Die meisten finden Schutz im eigenen Land (intern Vertriebene) oder Aufnahme in einem Flüchtlingscamp im Nachbarland. 


Tödliche Fluchtwege und Abbau des Asylrechts
Aufgrund des gemeinsamen europäischen Asylsystems (GEAS), welches Mitte Juni 2026 mit neuen Verschärfungen in Kraft tritt, gelangen immer weniger Geflüchtete in Binnenländer wie die Schweiz oder Deutschland. Dafür steigt die Zahl der Menschen, die auf immer gefährlicheren Fluchtwegen nach Europa ums Leben kommen. Sie sterben in seeuntüchtigen Booten auf dem Mittelmeer, ersticken in Lastwagen, verhungern in der Wüste oder bleiben schwer verletzt im Grenzgebiet an der europäischen Aussengrenze im Wald liegen. Das Mitte Juni 2026 in Kraft tretende gemeinsame europäische Asylsystem verstösst elementar gegen die Menschenrechte und die Genfer Flüchtlingskonvention von 1951. 


Gegen das Vergessen
Mit der Aktion «Beim Namen nennen» erheben wir gegen diese menschenverachtende Politik unsere Stimme und trauern öffentlich. Vor allem möchten wir an alle Menschen erinnern, die oft namenlos gestorben sind und nirgends beerdigt wurden. Ihre Familien und Nahestehende trauern dennoch um sie. Eltern verloren ihre Kinder, Kinder ihre Eltern. Das darf so nicht weiter gehen. Es ist ein Skandal, den wir beklagen und durch das Lesen der Namen und die Nennung der Begleitumstände ihres Todes öffentlich machen. 
Mit der diesjährigen Petition fordern wir die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung dazu auf, wenigstens jene Menschen, die bereits in der Schweiz sind, nicht in Länder auszuschaffen, wo ihnen widrige Lebensumstände drohen und ihre elementaren Menschenrechte nicht gewährt sind. Die Schweiz soll selbst auf ihr Asylgesuch eintreten und ihnen Schutz gewähren. 
Wir setzen uns für die Menschenrechte aller ein, denn diese sind unteilbar. Wir fordern die europäischen Staaten auf, sich an die Grundrechte zu halten und das individuelle Recht auf Asyl nicht ausser Kraft zu setzen. 


Mach mit, setze ein Zeichen für Recht und Menschlichkeit

Die Veranstaltung ist Teil der 

Aktion Beim Namen nennen

Die Aktion Bein Namen nennen findet auch in diesem Jahr rund um den Flüchtlingssonntag (21. Juni 2026) statt. Verschiedene Städte in der Schweiz und in Deutschland beteiligen sich. Die Aktion findet in Zusammenarbeit mit UNITED for Intercultural Action - European network against nationalism, racism, fascism and in support of migrants and refugees statt.

In verschiedenen Städten finden öffentliche Lesungen der «List of Deaths» statt. Dazu werden die Angaben jeder verstorbenen Person auf ein Stück Stoff geschrieben und an einer Installation befestigt. So bauen wir gemeinsam im Gedenken an die Verstorbenen öffentliche Mahnmale.

Neben den öffentlichen Lesungen finden weitere Gedenkaktionen und Veranstaltungen statt.

 

 

 

 

 

 

Veranstalter sind: Caritas, Aktion Neue Nachbarn, EMFA, Seebrücke Bonn.

25
Juni

Online-Austausch: Passbeschaffung [m. V.]

17:30 – 19:00 Uhr

Insbesondere Geduldete erleben häufig einen hohen Druck, einen Nationalpass bei der Ausländerbehörde vorlegen zu müssen. Welche Erfahrungen machen Sie als ehrenamtliche Unterstützerinnen bei der Beschaffung des Passes? Wie geht man am besten vor? Welche Anforderungen stellen die Ausländerbehörden und welche Sanktionen verhängen sie bei als nicht ausreichend empfundener Mitwirkung?

Anmeldung bitte bis zum 23.06.2026 unter ehrenamt2(at)frnrw.de

30
Juni

Online-Austausch: Der Zugang zum Arbeitsmarkt mit Aufenthaltsgestattung und Duldung [m. V.]

17:00 – 18:30 Uhr

Asylsuchende und Geduldete unterliegen in vielen Fällen Einschränkungen beim Zugang zum Arbeitsmarkt. Nach einem kurzen Input zu den grundlegenden Regelungen möchten wir uns mit Ihnen über folgende Fragen austauschen: Welche Erfahrungen haben Sie im Hinblick auf den Umgang mit Arbeitsverboten gemacht? Wie kann die Zeit während bestehender Wartefristen gewinnbringend zur Vorbereitung auf den Einstieg in den Arbeitsmarkt genutzt werden? Woran scheitern Anträge auf eine Beschäftigungserlaubnis?

Anmeldung bitte bis zum 28.06.2026 unter ehrenamt1(at)frnrw.de