EU: 2026 fast ein Viertel weniger Asylanträge

05.10.2026 Während die EU-Innenminister weitere Verschärfungen zum Asylrecht verabreden, werden von der Asylagentur der Europäischen Union (EUAA) Zahlen zum deutlichen Rückgang der Zahl neuer Schutzsuchender bekannt. Die Nachrichten davon beziehen sich auf einen Bericht der WELT am Sonntag über ein "vertrauliches" Dokument der EU-Kommission.

In Europa werden offenbar immer weniger Asylanträge gestellt. In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurden in der Europäischen Union plus Norwegen und der Schweiz (EU+) 452.969 Schutzanträge registriert (Tagesschau)

Die Zahlen sind laut der Zeitung [Welt] in einem neuen, als vertraulich gekennzeichneten Dokument der EU-Kommission vom 1. Oktober 2026 über die Migrationslage in Europa enthalten. (Tagesschau)

 

Immer weniger Menschen suchen laut neuesten Zahlen Asyl in Europa. Deutschland fällt als Zielland auf den dritten Platz zurück, vor allem Geflüchtete aus der Ukraine ziehen andere Staaten vor.

In Europa insgesamt werden weniger Asylanträge gestellt, und auch in Deutschland beantragen immer weniger Menschen Schutz. In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurden in der Europäischen Union plus Norwegen und der Schweiz 452.969 Schutzanträge registriert, wie aus bisher unveröffentlichten Zahlen der Asylagentur der Europäischen Union (EUAA) hervorgeht. Das stellt einen Rückgang um 24,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum dar, als es noch 598.575 Anträge waren.

Die Zahlen stammen aus einem neuen Dokument der EU-Kommission vom 1. Oktober 2026 über die Migrationslage in Europa, über das die »Welt am Sonntag« berichtet.

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Die Zahl der Asylanträge in Europa ist gesunken - in den ersten neun Monaten dieses Jahres wurden laut einem Zeitungsbericht im Vergleich zum Vorjahr fast ein Viertel weniger Anträge gestellt. Deutschland liegt auf Platz drei.

In Europa werden offenbar immer weniger Asylanträge gestellt. In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurden in der Europäischen Union plus Norwegen und der Schweiz (EU+) 452.969 Schutzanträge registriert, schreibt die Welt am Sonntag vorab unter Berufung auf bisher unveröffentlichte Zahlen der Asylagentur der Europäischen Union (EUAA). Das ist demnach ein Rückgang von 24,3 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum mit 598.575 Anträgen.

Die Zahlen sind laut der Zeitung in einem neuen, als vertraulich gekennzeichneten Dokument der EU-Kommission vom 1. Oktober 2026 über die Migrationslage in Europa enthalten.

Deutschland an dritter Stelle

Deutschland liegt laut dem Vorabbericht als Zielland bei den Asylanträgen in diesem Jahr nur noch an dritter Stelle. Es wurden hierzulande demnach seit Januar 70.257 Schutzanträge gestellt. Spitzenreiter ist Frankreich mit 98.822 Asylanträgen, gefolgt von Italien mit 78.496 Anträgen. Schlusslichter sind Malta mit 294, die Slowakei mit 131 und Ungarn mit 83 Anträgen, heißt es weiter.

In Deutschland haben im September mehr Menschen erstmals einen Asylantrag gestellt als im Vormonat. Am langfristigen Rückgang der Zahl der Asylsuchenden ändert das aber nichts. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) nahm im vergangenen Monat 5.276 Asyl-Erstanträge entgegen. Das sind 40 Prozent weniger als im September vergangenen Jahres und 70 Prozent weniger als im September 2024, teilte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums auf Anfrage mit.

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Die meisten Asylsuchenden aus Afghanistan

Die Mehrzahl der Antragsteller in Deutschland kam laut Welt am Sonntag in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres aus Afghanistan - nämlich 23 Prozent- , aus Syrien kamen 12 Prozent und aus der Türkei 10 Prozent. Auch mit Blick auf die EU plus Norwegen und Schweiz kamen die meisten Antragsteller aus Afghanistan, hier waren es 52.361, aus Venezuela 37.294 und aus Bangladesch 26.497. 6420 Russen stellten ebenfalls einen Asylantrag, schreibt die Zeitung.

Insgesamt stellten laut der Zeitung auch 12.182 Personen aus der Ukraine einen Asylantrag... in Deutschland (5 Prozent).