21.08.2026 Nachdem das EU-Parlament mit der Zustimmung einer EU-Rückführungsverordnung im Juni grünes Licht für Abschiebezentren in Drittstaaten gegeben hatte, führen Deutschland, die Niederlande, Österreich, Dänemark und Griechenland gemeinsam Gespräche in Afrika. Die Rede ist in Medienberichten von Uganda oder Ruanda. Die Verhandlungen mit Uganda befänden sich bereits in fortgeschrittenem Stadium.
... soll eine Delegation europäischer Regierungen in der kommenden Woche nach Ruanda reisen, um über sogenannte „Return Hubs“ in dem afrikanischen Land zu beraten. Die Reise geht dem Bericht zufolge auf eine Gruppe von Staaten zurück, die sich selbst „die Umsetzer“ nennen. (WELT)
Die Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende des Jahres einen Partner zu finden. Auch Italien bekundete in den vergangenen Wochen Interesse an einem entsprechenden Deal mit Ruanda.
Errichten lassen sich die Zentren aber nur, wenn ein Drittstaat mitmacht. (Spiegel)
Die griechische Tageszeitung »Kathimerini« schreibt unter Berufung auf diplomatische Quellen, die Verhandlungen über ein Abkommen befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium und sehen finanzielle Entschädigungen für Uganda vor. Laut dem Bericht beruht der Plan auf der Annahme, dass viele Migrant*innen sich dafür entscheiden würden, freiwillig in ihre Herkunftsländer zurückzukehren, anstatt in Uganda zu bleiben.
Am 4. September treffen sich die Migrationsminister der fünf Länder in Kopenhagen und beurteilen den Fortschritt der Verhandlungen. Noch im September sollen dann technische Expertenteams für abschließende Gespräche nach Uganda reisen. Als Alternative sei Ugandas südwestliches Nachbarland Ruanda im Gespräch. (nd)
- Spiegel 21.08.2026 »Return Hubs« außerhalb Europas - Deutschland und vier EU-Staaten verhandeln über Abschiebezentren in Ruanda
... Die Bundesregierung und vier weitere EU-Länder verhandeln mit Ruanda über die Einrichtung von Zentren für die Rückführung abgelehnter Asylsuchender. Nach Informationen des SPIEGEL und des ARD-Magazins »Report Mainz« wird kommende Woche eine Delegation europäischer Regierungen nach Ruanda reisen, um über sogenannte Return Hubs in dem afrikanischen Land zu beraten.
Die Reise geht auf eine Gruppe von Staaten zurück, die sich selbst auch »die Umsetzer« nennen. Neben Deutschland gehören ihr Österreich, Dänemark, Griechenland und die Niederlande an. Die Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende des Jahres einen Partner zu finden. Auch Italien bekundete in den vergangenen Wochen Interesse an einem entsprechenden Deal mit Ruanda...
... Die Reise geht dem Bericht zufolge auf eine Gruppe von Staaten zurück, die sich selbst „die Umsetzer“ nennen. Neben Deutschland gehören ihr Österreich, Dänemark, Griechenland und die Niederlande an. Die Gruppe prüfe, in welche Länder außerhalb Europas Menschen gebracht werden könnten, deren Asylanträge in Europa abgelehnt wurden, und habe sich zum Ziel gesetzt, bis Ende des Jahres einen Partner zu finden. Auch Italien habe in den vergangenen Wochen Interesse an einem entsprechenden Deal mit Ruanda bekundet, heißt es in dem Bericht...
- nd 19.08.2026 EU-Asylsystem: Fünf Länder planen Abschiebezentren
Deutschland ist an Verhandlungen für Bau von »Return Hubs« in Uganda beteiligt. Das Abkommen soll sich in fortgeschrittenem Stadium befinden.
Die fünf EU-Länder Deutschland, Österreich, Griechenland, die Niederlande und Dänemark verhandeln laut Medienberichten mit Uganda über den Bau von Abschiebezentren. Die griechische Tageszeitung »Kathimerini« schreibt unter Berufung auf diplomatische Quellen, die Verhandlungen über ein Abkommen befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium und sehen finanzielle Entschädigungen für Uganda vor. Laut dem Bericht beruht der Plan auf der Annahme, dass viele Migrant*innen sich dafür entscheiden würden, freiwillig in ihre Herkunftsländer zurückzukehren, anstatt in Uganda zu bleiben.
In einer Pilotphase soll das Zentrum mit 5000 bis 10 000 dort untergebrachten Migranten, deren Asylgesuch in den jeweiligen Ländern abgelehnt wurde, in Betrieb gehen. Diese sollen zunächst erwachsene Männer sein, aus Uganda soll die Rückkehr in ihre Herkunftsländer organisiert werden. Der sogenannte Return Hub könnte laut »Kathimerini« bereits ab Juli 2027 in Betrieb genommen werden. Am 4. September treffen sich die Migrationsminister der fünf Länder in Kopenhagen und beurteilen den Fortschritt der Verhandlungen. Noch im September sollen dann technische Expertenteams für abschließende Gespräche nach Uganda reisen. Als Alternative sei Ugandas südwestliches Nachbarland Ruanda im Gespräch.
»Im Europaparlament wurden Grundrechte zur Verhandlungsmasse gemacht und migrationspolitische Forderungen der extremen Rechten übernommen.« Wiebke Judith Pro Asyl
Eine Sprecherin des BMI bestätigte dem »nd« auf Anfrage, dass die Bundesregierung gemeinsam mit Österreich, Dänemark, den Niederlanden und Griechenland die Einrichtung von Return Hubs in Drittstaaten anstrebe. Die Bundesregierung sei hierzu in ersten Gesprächen mit möglichen Partnerländern, könne diese aus Gründen der Vertraulichkeit allerdings nicht vorab benennen.