31.05.2026 Kurzfristig wurde für die Protestaktion vor dem BAMF, Reuterstr. 63, Bonn mobilisiert, zu der ein Bündnis von AsA, Kabul-Luftbrücke, Kölner Flüchtlingsrat, Sea-Eye, Seebrücke und weiteren aufgerufen hatte. Vorausgegangen waren Berichte über eine enge Zusammenarbeit mit Taliban-Diplomaten. Die Zusammenarbeit dient der Identitätsüberprüfung von ausreisepflichtigen Afghanen, um deren Abschiebung vorzubereiten. Das Bündnis erklärte:
Afghanistan ist unter Taliban-Herrschaft kein sicherer Ort. Menschenrechte dürfen nicht hinter Abschiebepolitik verschwinden.
Keine Abschiebungen nach Afghanistan. Keine Kooperation mit den Taliban.
KEINE ZUSAMMENARBEIT MIT DEN TALIBAN! AFGHANISTAN IS NOT SAFE!
Die Seebrücke Bonn schrieb dazu auf Facebook:
Wir haben heute morgen mit rund 100 Menschen gegen die Zusammenarbeit der Bundesregierung mit den Taliban demonstriert. Mehr als 15 Autos von Ausländerbehörde und Polizei sind zwischen 8:30 Uhr und 10:20 Uhr durch das Tor des BAMF an der Reuterstr. gefahren.
"Die Menschen in Afghanistan haben keine Sicherheit. Wie können rückkehrende Migranten Sicherheit haben? Die Taliban gehören zu den größten Menschenrechtsverletzern. Bitte macht keine Vereinbarungen mit den Taliban über das Schicksal der Migranten", sagt Hamidullah Muradi von der Gruppe "Afghanischer Aufschrei Düsseldorf".
Am Eingang der Ermekeilstraße wurde um kurz nach 10:00 Uhr ein schwarzer Mercedes mit Bonner Kennzeichen gesichtet, auf Nachfrage, ob das die Taliban seien, wurde keine Antwort gegeben. Danach gab es am Tor die Information für LKW, dass bis 14 Uhr kein Auto reinfahren darf. Die Vermutung ist klar: Die Taliban werden über den Hintereingang reingeschleust und auch wieder hinaus.
So werden Terroristen auf dem Gelände einer deutschen Bundesbehörde geschützt!
Währenddessen wurde beobachtet, dass sich das Zusammentreffen (fast) jeden Freitag wiederholt.