07.07.2026 Die beabsichtigte Kürzung zu Lasten von Integrationskursen, berufsbezogenen Deutschkursen oder bei der behördenunabhängigen Asylverfahrensberatung war schon lange vorbereitet worden und auf Protest der Träger dieser Maßnahmen gestoßen. Nun liegt der Haushaltsentwurf mit den entsprechenden Posten vor. Dazu äußerte sich jetzt die Migrationsbeauftragte des Bundes. Die dpa-Meldung wurde z. B. von Migazin und nd übernommen.
Deutsch lernen und über Deutschland lernen – das sollen Integrationskurse für Ausländer leisten. Auch hier will die Bundesregierung kürzen.
Die Migrationsbeauftragte Natalie Pawlik (SPD) warnt vor den Folgen von Kürzungen im Bundeshaushalt bei Hilfen zur Integration. »Wir profitieren von Zuwanderung und dürfen unsere Integrationsinfrastruktur nicht kaputtsparen«, sagte Pawlik der Deutschen Presse-Agentur. Die Mittel für die Durchführung von Integrationskursen sollen im kommenden Jahr von über eine Milliarde auf rund 590 Millionen Euro sinken, wie eine Übersicht der beim Sozialministerium angesiedelten Beauftragten zeigt. In Integrationskursen sollen Zugewanderte Deutsch, etwa für den Arbeitsmarkt, und das Wichtigste über Deutschland lernen.
Es ist der bei Weitem größte Kürzungsposten der Liste mit den Haushaltsplänen, die für die einzelnen Ressorts mit Bezug zur Integration vorliegen. Doch auch bei anderen Einzelposten sind Kürzungen vorgesehen, etwa bei bestimmten berufsbezogenen Deutschkursen oder bei behördenunabhängiger Asylverfahrensberatung.
Pawlik warnte vor Kürzungen in verschiedenen Bereichen. »Leistungsfähige Kitas, Integrations- und Sprachkurse, Integrationsprojekte vor Ort sowie die Arbeit gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, der Menschen zur Abwanderung bewegt, sind dringend notwendig und kein Steinbruch für die Haushaltskonsolidierung«, sagte sie.
Die SPD-Politikerin lobte zwar die »Handlungsfähigkeit der Bundesregierung«. Der im Kabinett verabschiedete Haushalt gebe dem Land trotz aller Sparzwänge Wachstumsimpulse. »Aber ohne Integration gibt es kein Wachstum und keine dauerhaft stabilen Sozialversicherungssysteme«, mahnte sie. »Im parlamentarischen Verfahren müssen wir bei integrationsrelevanten Programmen daher auf eine angemessene Finanzausstattung achten.« dpa/nd
- MIGAZIN 07.07.2026 Haushalt 2027 Beauftragte: Infrastruktur für Integration wird kaputtgespart
Die Bundesregierung plant deutliche Kürzungen bei Integrationskursen, Deutschförderung und Asylverfahrensberatung. Pawlik kritisiert, wer von Zuwanderung profitiere, dürfe die Integrationsinfrastruktur nicht kaputtsparen.
Die Migrationsbeauftragte Natalie Pawlik (SPD) warnt vor den Folgen von Kürzungen im Bundeshaushalt bei Hilfen zur Integration. „Wir profitieren von Zuwanderung und dürfen unsere Integrationsinfrastruktur nicht kaputtsparen“, sagte Pawlik der Deutschen Presse-Agentur. Die Mittel für die Durchführung von Integrationskursen sollen im kommenden Jahr von über eine Milliarde auf rund 590 Millionen Euro sinken, wie eine Übersicht der beim Sozialministerium angesiedelten Beauftragten zeigt. In Integrationskursen sollen Zugewanderte Deutsch, etwa für den Arbeitsmarkt, und das Wichtigste über Deutschland lernen.
Es ist der bei weitem größte Kürzungsposten der Liste mit den Haushaltsplänen, die für die einzelnen Ressorts mit Bezug zur Integration vorliegen. Doch auch bei anderen Einzelposten sind Kürzungen vorgesehen, etwa bei bestimmten berufsbezogenen Deutschkursen oder bei behördenunabhängiger Asylverfahrensberatung.
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